Die Geophysik beschäftigt sich mit den Vorgängen in und um die Erde im physikalischen Sinne. Dabei werden Druck, Schwerkraft, elektrische und magnetische Felder, seismische Wellen im und Leitfähigkeit des Bodens sowie viele andere Parameter gemessen und mit unterschiedlichen Methoden ausgewertet.

Das Conrad Observatorium beherbergt einen wichtigen Teil des österreichischen seismologischen Messnetzes. Dieses Messnetz, bestehend aus mehreren ausgewählten Orten in Österreich dient zur Registrierung von Beben und zur Erstellung eines Bebenkatalogs. Dieser wird in weiterer Folge für die Erstellung von Bebengefährdungskarten verwendet, die große Bedeutung im Bauwesen haben.

Zur Positionsbestimmung mobiler Navigationssysteme bedarf es hoch-präziser Zeit und Positionsdaten der Navigationssystem-Satelliten. Dafür werden wiederum hoch-genaue Messungen der Schwerkraft benötigt, die eine laufende Justierung der Satellitenbahnen ermöglichen. Die Messungen des Schwerefelds selbst müssen dafür durch andere Messwerte wie Luftdruck, Windgeschwindigkeiten und der aktuellen Bodenunruhe in Form von seismologischen Messungen, durch das seismologische Messnetz korrigiert werden. Auch die kürzlich nachgewiesenen Schwerewellen konnten mitunter nur registriert werden, da die an sonst nur sehr langsam variierende Schwerkraft hoch-genau bekannt war. Für weitere Informationen zum Thema lesen Sie bitte weiter auf http://www.zamg.ac.at/cms/de/forschung/geophysik/forschung-am-conrad-observatorium-neu/gravimetrie-am-cobs-neu oder unserer Gravimetrie Seite http://www.conrad-observatory.at/zamg/index.php/de/research-de/gravity-overview-de und http://www.conrad-observatory.at/zamg/index.php/de/research-de/seimology-overview-de.

Elektrische und magnetische Feldmessungen dienen in erster Linie, der Bestimmung des Erdmagnetfelds im besonderen der Magnetfeldstärke sowie der Magnetfeld-Richtung. Schon die alten Seefahrer wussten, dass es Abweichungen der magnetischen Nordrichtung von der geographischen – die sogenannte Deklination - gab. Die Auswirkungen auf die Seefahrt konnten mitunter gravierend sein. War eine Seekarten nicht genau genug und damit auch die Kenntnis über die Abweichung der magnetischen Nordrichtung von der geographischen so konnte es schnell passieren, dass Schiffe an Riffen auf Grund liefen oder ihr Ziel um hunderte Kilometer verfehlten. Weiter Informationen zu Thema Magnetfeldmessungen finden Sie unter http://www.zamg.ac.at/cms/de/geophysik/magnetik/magnetik-allgemein oder unserer Magnetik Seite http://www.conrad-observatory.at/zamg/index.php/de/research-de/magnetism-overview-de. Heutige Untersuchungen am Conrad Observatorium beschäftigen sich mit den historischen Feldmessungen und den Rückschlüssen auf künftige Feldumkehrungen bzw. Untersuchungen der Signalanteile des Magnetfelds mit höheren Frequenzen bzw. der automatisierten Sonnensturm-Detektion ufm.

Viele weitere Forschungsthemen mit Bezug zum alltäglichen Leben finden Sie auf der Homepage der ZAMG Abteilung Geophysik unter http://www.zamg.ac.at/cms/de/geophysik oder unter den weiteren Subkategorien unserer eigenen Homepage.